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CAS204_Wellpapp-Faltkartons

Wie verträgt sich die Kältewelle mit dem Wellkarton?

Minus 27 Grad im Allgäu, Schnee in Rom, eingefrorene Zugweichen in Bayern und die Elbe für Schiffsverkehr gesperrt: Die Kältewelle hat uns fest im Griff! Nur gut, wer eine Garage hat und morgens in ein zwar kaltes, aber eisfreies Auto steigen kann! Denn: Aus dem Haus muss man trotzdem!

Auch unsere Produkte lassen sich nicht schrecken. Trotz aller Einschränkungen und Behinderungen in Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr sind sie gewohnt pünktlich (in 24/48h) bei Ihnen.  Für uns ein Anlass, einmal nachzuschauen: Wie verhält sich welches Material eigentlich bei hohen Minusgraden?

Dass eine mit Flüssigkeit gefüllte Glasflasche bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zum gefährlichen Geschoss werden kann hat vermutlich jeder schon einmal erlebt (Wasser auf dem Balkon vergessen, Sekt zu lange im Gefrierfach liegen lassen…)! Plastik hingegen kann sich geringfügig ausdehnen – und hält somit der Kälte in der Regel stand.

Kunststoffe:

Polypropylen (PP) besitzt eine größere Steifigkeit, Härte und Festigkeit als Polyethylen (PE) und eine Glasübergangstemperatur von +/- 0 bis -10 Grad Celsius. Es kann daher bei dauerhafter Kälte spröde werden. Wird PP jedoch mit mineralischen Stoffen wie z.B. Talkum, Kreide oder Glasfasern verarbeitet, wird das Spektrum der mechanischen Eigenschaften (Steifigkeit, Gebrauchstemperaturen etc.) deutlich erweitert. Unsere Sichtlagerkästen aus PP halten beispielsweise -30 Grad Celsius stand!

Aber auch Polyethylen (PE) sollte, wenn es für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich gedacht ist, speziell bearbeitet sein: Das Beimischen eines Russpartikelanteiles von etwa 2 % macht das Material kälteresistent.

Wellpappe:

Auch ein Wellpapp-Karton hat eine ideale Wohlfühltemperatur, und diese ist der des Menschen gar nicht mal unähnlich: Bei +20 Grad Celsius und einer Luftfeuchte von 40-60% geht es dem Karton am besten, er hat dann eine Materialfeuchte von zirka 7%. Wird der Karton jedoch kälter bedeutet dies gleichzeitig, dass die Materialfeuchte sinkt, in absoluten Extremfällen kann dies tatsächlich dazu führen, dass der Stärkeleim brüchig wird. Dies gilt jedoch nur, wenn das Material dauerhaft hohen Minusgraden ausgesetzt ist – ein Transport im LKW, auch wenn er etwas länger dauern sollte, stellt kein Problem dar. Wenn Sie Ihrem Karton dennoch etwas Gutes tun wollen: Bei schnellem und heftigem Temperaturanstieg innerhalb kürzester Zeit (Brillenträger wissen, wovon die Rede ist…)entwickelt sich möglicherweise Kondenswasser – und das könnte den Karton aufweichen. Allerdings: Wer hat im Lager +30 Grad Celsius und mehr?

Tapes:

Klebebänder überstehen den Kälte-Transport problemlos. Allerdings gilt hier: Um die gewohnten guten Materialeigenschaften zu erhalten, muss das Tape nach dem Transport zunächst auf Raumtemperatur gebracht werden – und los klebt’s…. ähem…geht’s!

Prinzipiell gilt: Der Transport bei Minusgraden ist ja – gottseidank- immer zeitlich begrenzt und kann somit den Verpackungsmaterialen nichts anhaben. Das ist eine wirklich gute Nachricht. Und hier kommt noch eine: Ab Mitte dieser Woche wird’s langsam wieder wärmer!

P.S.: Kalte Hände? Wir haben auch Becher für Heißgetränke!



  1. Radojcic

    Hallo zusammen,

    weiß nicht wer den Blog gepostet hatte, aber der ist wirklich gut!!:)

    Vielen Dank an den Verfasser, sehr gut recherchiert und auf den Punkt gebracht!

    LG RADI


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