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Polstermaterial

Polstern, füllen, schützen

Ab dem Moment, wo das Produkt in den Versand geht, haben wir keinen Einfluss mehr. Wir übergeben es gut verpackt, geschützt und gepolstert in die Hände des Versand-Dienstleisters. Um so wichtiger, dass es von uns den besten Schutz mit auf den Weg bekommt, das es haben kann:

Soliden Polsterschutz. 


Polsterschutz für den Versand

Es trifft im Grunde auf alle Bereiche des Lebens zu: Was uns wertvoll ist, wollen wir schützen. So lange wir Einfluss haben, versuchen wir Gefahren vorherzusehen, fernzuhalten oder abzumildern. Aber irgendwann kommt der Moment, da endet unser Einfluss. Alles was wir tun können, ist „unsere Schätze“ mit den besten Voraussetzungen „ins Leben zu schicken“ und hoffen, dass ihnen die ganz harten Stöße und Stürze erspart bleiben.

Ja, ein bisschen fühlt es sich an, als würde man seinem Kind beim Ausziehen zuschauen: Das Produkt, möglicherweise jahrelang entwickelt, verbessert, optimiert: Fertig. Und dann raus zum Kunden. Aber wie?  

Unabhängig von der Wahl der Umverpackung (die gängigsten: Versandtasche, Karton) ist guter Polsterschutz in der Verpackung unabdingbar. Genaugenommen ist ein Zusammenspiel: Einwellige Wellpappe außen, aufwändigere Polsterung innen. Dreiwellige Wellpappe außen, schmalere Polsterung innen. Suchen Sie sich die Außenverpackung abhängig von Gewicht, der Größe und der Empfindlichkeit des zu versendenden Produktes. Für schwere Produkte unbedingt mehrwellige Wellpappe verwenden!

  1. Fixieren: Immer gilt: Das Produkt muss in der Umverpackung fest fixiert sein. Denn auf dem Versandweg haben wir es mit zwei „Gegnern“ zu tun: Hin- und Herrutschen und Stöße von außen. Mit dem Fixieren werden schädliche Einflüsse durch Bewegung im Paket minimiert.
  2. Polstern:
    Fünf Zentimeter Polster oben, unten, links und rechts sind ideal. Nicht mehr, nicht weniger :-) So werden Einflüsse von außen abgefangen, der Inhalt gegen Stöße und Stürze geschützt
  3. Verschließen
    Der beste Karton und der wirkungsvollste Polsterschutz ist nur effektiv, wenn der Karton zu bleibt! Die Grafik der DHL zeigt, bei welchem Paket wie verschlossen werden sollte.

Die 10 goldenen Verpackungsregeln


Fünf Zentimeter Rundum-Schutz

Versandprofis wie zum Beispiel die DHL empfehlen eine Polsterung von 5 cm rund um das Produkt. Achten Sie darauf, dass der Polsterschutz „kompakt sitzt“: Es wirken teilweise immense Kräfte auf das Paket, und auch steter Tropfen höhlt den Stein: Selbst sanfte Erschütterungen, die zum Beispiel beim Transport auf der Straße über einen längeren Zeitraum auf das Paket einwirken, führen dazu, dass sich das zu schützende Gut im Paket auf „Wanderschaft“ begibt. Durch mehrlagiges Umwickeln verringern Sie das Risiko, dass sich das Produkt „freischafft“ und der schützende Abstand zur Außenverpackung verloren geht.


Häufige Fehlerquelle:
Auch den Deckelbereich nicht aussparen! Beim Versand gibt es kein oben und unten! 😊


Polstern, klar. Aber womit?

Alle gängigen Polstermaterialien haben ihre Daseinsberechtigung.

Luftpolster mit verschiedenen Noppendurchmessern, einlagig oder mehrlagig, mit Zusatzschutz wie z.B. Papier, PP-Vlies oder einer zusätzlichen Sperrschicht für weniger Luftentweichung auch über längeren Zeitraum, Luftkissen, Schaumschutz in Form von Schaumplatten, Schaumflocken, Schaumfolie, Schaumbeutel, Styropor, Papier?

Eine pauschale Aussage ist schwer…

Was soll verschickt werden? Welcher Transportweg? Wie lange?

Es gibt wirklich für jeden Bedarf die perfekte Polsterlösung. Und wir helfen Ihnen, die richtige zu finden!

Tel.: 0810 / 400 3060,07€/Min.


Do’s and Dont’s bei der Versandverpackung für den Verbraucher

Mit zunehmendem Umweltbewusstsein steigt beim Verbraucher auch die Sensibilisierung für Verpackungen. Auf Einkäufe im Web (und damit auf den Versand der Ware) verzichten möchten die wenigsten. Auch klar:

Kommt die Ware kaputt an, weil die Verpackung und die Polsterung nicht leistungsfähig genug war, ist

a) niemand zufrieden und

b) der Umwelt nicht geholfen.

Durch die Abwicklung der Rücksendung und erneute Warenzustellung wird doppelt verpackt und doppelt transportiert.

Und dennoch schauen die Verbraucher bei der Versandverpackung und möglichen Verpackungssünden inzwischen genau hin. Und sie werden leider allzu oft fündig! Der Klassiker:

Viel zu großer Karton und Unmengen Füll- und Polstermaterial!


Packpapier, Schrenzpapier, Knüllpapier, Wellpappe

Im Beispiel oben ist es daneben gegangen. Aber zumindest bei der Wahl der Materialien lag der Versender richtig. Denn:

Papier als Polstermaterial erfreut sich beim Endkunden größter Beliebtheit. Es gilt als umweltverträglich und unkompliziert in der Entsorgung. Aber was „kann“ Papier in Sachen Polsterschutz? Welche Papier-Arten eignen sich zum Polstern? 


Packpapier

Hierbei handelt es sich um einen flächigen Werkstoff, der hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern besteht. Der Begriff Packpapier beschreibt Papiersorten, meist aus Altpapier, Halbzellstoff (halb frische Fasern, halb Altpapier) oder Zellstoff (frische Fasern) hergestellt, die zum Umverpacken oder zum Ausfüllen von Kartons verwendet werden. Diese sind robust und widerstandsfähig. Es gibt zahlreiche Sorten von Packpapieren, die die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen, zum Beispiel Reißfestigkeit, Scheuerfestigkeit oder Dampfdichtigkeit. Die Herstellung eines Packpapiers findet über eine übliche Papiermaschine statt, wodurch entsprechende Eigenschaften (wie eine Beschichtung) aufgetragen werden können. Packpapiere gibt es in unterschiedlichen Stärken, welche als Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben werden.

Unterschieden werden diese drei Packpapier-Arten:

  • AP-Packpapiere: Hergestellt zu mehr als 50 % aus regenerierten Papierstofffasern (Altpapier), der Rest aus Papierzellstoffen
  • ZP-Papiere: Hergestellt überwiegend aus Frischfasern-Sulfitzellstoffen mit nur geringen Altpapierzusätzen.
  • Kraftzellstoff-Papiere: Enthalten mindestens 50 % Frischfasern-Sulfatzellstoffe und weniger als 50 % Kraftpapierabfälle

Interessant? Mehr über Papiersorten


Schrenzpapier

Als Schrenzpapier bezeichnet man Papier, das zu 100% aus (unsortiertem) Altpapier hergestellt wird. Weicher als Packpapier und weniger reißfest, aber als Füll- und Stopfmaterial extrem beliebt: Gerade durch die etwas weichere Beschaffenheit eignet sich Schrenzpapier gut zum Ausfüllen von Hohlräumen, es passt sich mühelos in seiner Form an. Bedenken Sie aber: Schwere Produkte werden geknülltes Schrenzpapier recht schnell zusammendrücken, auch spitzen Kanten oder Ecken wird es womöglich nicht allzu lange standhalten.

Für vergleichsweise leichte und unempfindliche Produkte ist das Knüllpapier der Renner beim Verbraucher: Allein die  Psychologie! Fühl- und sichtbare Papierfasern, Farbe, Geruch und Haptik schreien förmlich: „Nachhaltigkeit!“


Ist Papier in jedem Fall umweltverträglicher als Plastik?


Wellpappe

Neben der Verwendung als Füll- und Polstermaterial wird Schrenzpapier aber auch häufig bei der Herstellung von Wellpappe verwendet, insbesondere für die Herstellung der Decken- und Zwischenschicht. 

Zum  Polstern und Einschlagen sowie zum Kanten- und Eckenschutz eignet sich einwellige Wellpappe mit einer kleinen Wellenart, zum Beispiel einer B-Welle wie bei der Wellpappe in RAJA-Qualität.