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Plombent-1 Kopie

Plombierverschlüsse – Die vielseitige Sicherung

Auch wenn in heutiger Zeit der versiegelte Brief eher eine Seltenheit geworden ist – nach wie vor versuchen wir unsere privaten, wertvollen oder auch brisanten Mitteilungen sowie insbesondere unsere Warensendungen  so gut wie möglich gegen unbefugten Zugriff zu schützen. Wird etwas verplombt (Plumbum ist lateinisch und bedeutet „Blei“) geht es nicht darum, die Sendung zu verschließen und somit gegen mechanische Einflüsse während des Transports zu schützen, sondern  tatsächlich um die maximale Sicherheit, dass außer Versender und Empfänger niemand die verplombte Sendung öffnen kann. Natürlich: Rein technisch gesehen stellt ein verzinkter Draht mit dem Durchmesser von gerade einmal einem Millimeter keine große Herausforderung dar. Allerdings wird es Ihnen nicht gelingen das unbefugte Öffnen zu verheimlichen – und genau darum geht es bei Plombier-Verschlüssen:

Einmal verschlossen, hilft nur noch die pure Zerstörung (Zerreißen der Entsperrungslasche oder Durchschneiden des Stegs)– und die ist für jedermann sichtbar!  Das Entfernen von Plomben kann unter Umständen sogar als Urkundenvernichtung gelten und damit strafbar sein*. Durch den Abgleich der fortlaufend geprägten Seriennummer zwischen Versender und Empfänger erhalten Sie die Sicherheit, dass der Verschluss nicht einfach durch einen neuen ersetzt wurde.

Plomben werden in der Praxis immer öfter durch Klebeetiketten ersetzt. Sie erfüllen den gleichen Zweck wie ihre „robusten Kollegen“ aus Kunststoff oder verzinktem Draht und sind dabei unter Umständen noch einfacher zu handhaben. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie ein unbefugtes Öffnen sichtbar gemacht werden kann – sicher hat jeder zum Beispiel schon versucht, eine Maut-Marke (AT: Pickerl; CH: Vignette) von der Windschutzscheibe zu lösen!Der Nachteil der „Kleber“: Damit man diese zuverlässig verwenden kann, braucht der zu versiegelnde Behälter zwei klare, direkt aneinandergrenzende Kanten, bei Containern mit leicht überstehendem Deckel wird’s schon schwieriger. Auch Wetter-Einflüsse setzen den Klebeetiketten  eher zu als dem „großen Bruder“.  Und mal ehrlich: Nicht zuletzt spielt vielleicht auch die Optik eine Rolle. Die Plombe aus Kunststoff oder Draht hat irgendwie den seriöseren Auftritt… Möglichem unbefugtem Öffnen wirkt aber beides entgegen – darauf geben wir Ihnen Brief und Siegel ;-)

Plombierverschluss extralang

Plombierverschluss mit Zackensteg

Sicherheitsplomben für maximale Sicherheit

 

Geht Ihre Warensendung über den Zoll, wird die Sendung nach der Inspektion durch die Zollbehörde verplombt. Mit einer Prägezange wird im Anschluss eine einmalig vergebene Kombination von Zahlen und Buchstaben eingeprägt. Damit wird die sogenannte Nämlichkeit der verschlossenen Warensendung gewährleistet, das heißt:  Die eindeutig identifizierbare Sendung wurde nach der Prüfung nicht mehr verändert.  Neben dem amtlichen Zollverschluss dürfen in Deutschland auch Zollplomben, die nicht von Zollbehörden angelegt werden, verwendet werden (sogenannte Tyden-Seals oder Mini-Breakaway). Dafür muss der Versender jedoch im Vorfeld die Erlaubnis durch sein zuständiges Hauptzollamt eingeholt haben (Bewilligung „Zugelassener Versender“). Dazu müssen die Verschlüsse auf jeden Fall folgende Merkmale aufweisen  (auf unsere Anfrage beim Informations- und Wissensmanagement Zoll, Zentrale Auskunft, Dresden):

  • einem normalen Gebrauch standhalten
  • leicht zu prüfen und wiederzuerkennen sein
  • so beschaffen sein, dass jegliches Zerbrechen oder jede Abnahme mit bloßem Auge erkennbare Spuren hinterlässt
  • für einen einmaligen Gebrauch hergestellt sein, oder bei wieder verwendbaren Verschlüssen so beschaffen sein, dass jedes erneute Anlegen durch ein einziges Zeichen kenntlich gemacht werden kann und
  • mit Kennzeichen versehen sein
  • Form und Ausmaße der Verschlüsse können je nach Verschlussart  unterschiedlich ausfallen; die Verschlüsse müssen jedoch so bemessen sein, dass die Kennzeichen gut lesbar sind
  • Die Verschlusskennzeichen müssen fälschungssicher sein
  • Das Material muss so beschaffen sein, dass die Verschlüsse nicht versehentlich zerbrochen oder unbemerkt gefälscht oder wiederverwendet werden können

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Informations- und Wissensmanagement Zoll unter http://www.zoll.de/DE/Service/Auskuenfte/auskuenfte_node.html