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Plastiksackerlverbot- Was Sie nun wissen müssen

Ab 1. Januar 2020 greift das Verbot von Kunststofftragetaschen.

Das heißt es dürfen keine neuen Kunststofftragetaschen mehr in Umlauf gebracht werden. Geschäfte, die bereits Tüten auf Lager haben, dürfen diese aber dank einer Übergangsfrist noch bis Ende 2020 aufbrauchen.

Sind alle Kunststofftragetaschen betroffen?

Nein, es gibt Ausnahmen. Wiederverwendbare robuste Tragetaschen mit vernähten Verbindungen oder vernähten Tragegriffen sind weiterhin erlaubt. Zum Beispiel die PP-Woven-Tragetaschen ( https://www.rajapack.at/tragetaschen-geschenkverpackung/wiederverwendbare-tragetaschen/woven/pp-zweifarbig_OFF_DE_0922.html ), die Non-Woven-Tragetaschen (https://www.rajapack.at/tragetaschen-geschenkverpackung/wiederverwendbare-tragetaschen/non-woven/pp_OFF_DE_0940.html) oder die praktischen faltbaren Polyestertragetaschen (https://www.rajapack.at/tragetaschen-geschenkverpackung/wiederverwendbare-tragetaschen/stoff/faltbar-polyester_OFF_DE_0916.html) sind erlaubt. Sie erfüllen die Kriterien, dass sie weiterhin erlaubt sind.

Auch weiterhin erlaubt sind die ultradünnen Plastiktüten, die meist für das Obst und Gemüse verwendet wird. Allerdings müssen sie aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und grundsätzlich für eine Eigenkomposition geeignet sein.

Nicht betroffen sind Taschen, die weder einen Griff oder ein Griffloch haben oder aus natürlichen Polymeren bestehen, die nicht chemisch modifiziert worden sind.

Warum werden die Taschen verboten?

In Österreich fallen jedes Jahr Kunststofftragetaschen von 5000-6000t an. Rechnet man das herunter ergibt es etwa 0,8 kg pro Einwohner. Das ist im europäischen Vergleich ein guter Wert, der aber noch verbessert werden soll. (Angaben Altstoff Recycling Austria AG (ARA, Wien / Österreich) 

Geht es auch ohne Plastiksackerl?

Ja, geht es! Ruanda ist Vorreiter. Bereits 2008 wurden hier die Plastiktüten verboten. Kenia zog vor 2 Jahren mit einem der strengsten Plastiktütengesetz nach.

Tansania reiht sich 2020 in die Länder mit einem Plastiktütenverbot ein.

Deutschland hat bisher nur eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel getroffen, diese hat aber dennoch schon deutlich Wirkung gezeigt. Seit 2016 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch damit schon fast halbiert.

Damit nun auch tatsächlich der Plastikverbrauch pro Kopf eingeschränkt wird, ist es wichtig, dass plastikfreie Varianten wie Tragetaschen aus Papier verwendet werden und nicht auf andere Plastikverpackungen zurückgegriffen wird.