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personalisiertes Papier-Packband

Personalisiertes Papier-Packband

Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey belegt es: Deutschland ist Spitzenreiter bei der Anzahl verschickter Pakete. Mit 24 Paketsendungen pro Jahr und Kopf liegen wir im internationalen Vergleich ganz weit vorn (Großbritannien: 22, Niederlande beispielsweise nur 12).

Basis dieser Zahlen sind jedoch nur die Pakete, die an „Privat“ versendet werden. Welche Menge Kartons jedoch auch im sogenannten B2B-Geschäft täglich befüllt, gepolstert, verschlossen und transportiert werden, können wir nur erahnten. Wieso das Papier-Packband einer unserer Favoriten beim Verschließen von Kartons ist, verraten wir hier.

Bei dieser immensen Menge Pakete, die täglich verschlossen und geöffnet und im Anschluss entsorgt werden, gilt es folgende Aspekte im Blick zu behalten: Die Handhabung (eine einfache Anwendung beim Anbringen), die Sicherheit (wie zuverlässig hält das Klebeband – und wie manipulationssicher ist es?), das komfortable Öffnen (insbesondere für den Endverbraucher relevant, der gegebenenfalls ohne Werkzeug öffnet), und zu guter Letzt: Die einfache und vor allem ökologisch möglichst unbedenkliche Entsorgung.

Einstofflichkeit als Vorteil

Rollen wir das Ganze mal von hinten auf: Die ganze, große Zahl an Kartons muss nach Gebrauch entsorgt und recycelt werden. Hier hat das Papierpackband ganz eindeutig die Nase vorn: Durch den Einsatz von Papier- statt PVC- oder PE-Klebeband wird die Menge an Plastikmüll signifikant reduziert. Darüber hinaus ist dank der einstofflichen Verpackung (Paketband sowie Karton können gemeinsam dem Papierrecycling zugeführt werden!) ein sortenreines Recycling möglich. Im Idealfall wurde zum Polstern des Pakets ebenfalls Papierpolster verwendet, dann kann tatsächlich alles gemeinsam über das Altpapier entsorgt und ohne aufwändige Trennverfahren recycelt werden.

Papierpackband trägt seinen nicht unwesentlichen Teil zur Reduzierung von Verunreinigungen im Recycling-Kreislauf bei.

Kunden mögen Papier

Dieses Argument für mehr Nachhaltigkeit wissen auch die Verbraucher zu schätzen. Laut einer GfK-Umfrage empfinden fast 80 Prozent der Konsumenten papierbasierte Verpackungen als umweltfreundlicher als Verpackungen aus Kunststoff. Drei Viertel fordern Verpackungen, die vor allem recycelbar sind. So gesehen ist der Einsatz von Papier, wo immer möglich, der richtige Weg. Insbesondere in Deutschland, wo Papier, Pappe und Karton so effizient wie in kaum einem anderen Land von Privathaushalten und vor allem der Wirtschaft eingesammelt und der Wiederverwertung zugeführt werden – der Rohstoff also zur Verfügung steht.

Aber reichen ökologische Argumente und die hohe Akzeptanz beim Kunden? Wie sieht es aus mit Klebkraft und Sicherheit?

Kann ein Papier-Klebeband alle Anforderungen an ein Paketband erfüllen?

Eine ganz zentrale Rolle für einen sicheren Versand beziehungsweise Transport spielt die Verschlussart. Fast immer wird der Karton mit einem Klebeband verschlossen. Und das bekommt einiges zu tun, denn das Klebeband muss beim Anheben des Kartons die gesamte Gewichtslast des Paketes aushalten: Der Karton wird in der Regel oben wie unten mit Klebeband geschlossen, d.h. beim Anheben wirken große Kräfte auf das Klebeband, das den Karton unten zusammenhält.

Ob das Klebeband diesen Kräften standhalten wird, verraten die Angaben zu diesen Begrifflichkeiten:

  • Soforthaftung (Adhäsion) – die Anfangsklebkraft: Sie sagt nichts über die Klebkraft an sich aus, sondern gibt Auskunft darüber, wie schnell der verwendete Klebstoff nach dem  Anbringen aushärtet. Eine geringe Adhäsion kann von Vorteil sein, da sich die Position des Klebebandes eventuell noch einmal korrigieren lässt – auch wenn das im Sinne der Klebkraft nicht unbedingt zu empfehlen ist.
  • Klebkraft (Kohäsion) – die Klebkraft eines Klebebandes nachdem die Verbindung zum Untergrund-Material „final“ ist, es also seine volle Klebewirkung entwickelt hat.
  • Scherfestigkeit – besagt wie schnell Dein Produkt auf einer beklebten Fläche „abrutscht“
  • Reißkraft – gibt an, unter welcher Belastung reißt das Klebeband und damit verbunden die Bruchdehnung: Wie dehnfähig ist das Klebeband?
Packband Papier

Die Klebkraft von Klebeband

So wird die Kraft genannt, die nötig ist, um einen Klebebandstreifen abzuziehen. Sie variiert natürlich auch je nach Untergrund und der korrekten Art der Anwendung. Sie wird in der Regel an einem 25 mm breiten Klebestreifen gemessen und trägt die Einheit N/25mm. Ganz klar: Je höher die Klebkraft, desto besser die Verbindung mit dem Untergrund-Material, in unserem Falle meist Karton. Ein Klebeband mit einer hohen Klebkraft, das sich sauber und vollflächig mit dem Karton verbunden hat, wird auch hohen Gewichtsbelastungen standhalten.

Damit Angaben zur Klebkraft vergleichbar sind, unterliegen sie der Norm EN 1939:2003. Dort ist unter anderem geregelt, dass unter Laborbedingungen und auf poliertem Stahl gemessen wird.

Die Reißkraft von Klebeband

Die Reißkraft hingegen ist unabhängig von der Klebkraft. Sie gibt an, um wie viel Prozent sich ein Klebeband unter Belastung verlängert beziehungsweise dehnt, bevor es reißt. Die Reißkraft (oder auch Reißdehnung) ist also rein materialabhängig. Hier kommt es im Wesentlichen auf das Trägermaterial an: Papier? Gewebe? Folie?

Papierklebeband besitzt eine vergleichbare Reißfestigkeit wie PP-Band und eignet sich daher hervorragend zum Verschließen von leichten bis mittelschweren Kartonagen. Bis zu 30 kg sind kein Problem – für Gewichte darüber hinaus bietet das fadenverstärkte Papier-Packband noch mehr Reißfestigkeit.

Nassklebeband zeichnet sich sogar durch seine extrem hohe Reißfestigkeit aus: Auch bei hohen Temperaturschwankungen und ungünstigen klimatischen Einflüssen haftet es hervorragend auf zum Beispiel recyceltem Karton – und nimmt es mit Belastungen von bis zu 75 kg (!!!) auf. Werden die Kräfte zu groß, wird es reißen, ohne sich vorher gedehnt zu haben. Denn Nassklebeband besitzt nahezu keine Dehnbarkeit (unter 4%). Ein Nachteil?

Nicht unbedingt. Denn:

Geringe Dehnkraft schützt vor Manipulation!

Bei zunehmendem Druck auf die verklebten Kartonwände gibt Folienklebeband nach. Es dehnt sich aus. Der Karton bleibt zwar weiterhin verschlossen, allerdings öffnen sich die Deckelklappen je nach Elastizität des Klebebands und kleinerer, unfixierter Inhalt könnte herausfallen. Nicht so das Papier-Klebeband: Es hält die Kartonklappen solange zusammen, bis es unter den Kräften nachgibt und reißt. Das allerdings tritt aufgrund der hohen Festigkeit – insbesondere bei fadenverstärkten Papierklebebändern nur unter extremer Belastung ein.

Was ist Nassklebeband? Und wieso ist es besonders manipulationssicher?

Nassklebeband geht mit dem zu verschließenden Karton eine unlösbare Verbindung ein. Das heißt:  Beim Nassklebeband ist ein Ablösen nicht möglich. Zum Öffnen muss das Klebeband zerstört werden, auf dem Karton bleiben Rückstände. Ein unbemerktes Öffnen für einen Blick (oder sogar einen Griff!) ins Kartoninnere ist schlicht unmöglich.

Kann man Papier-Klebeband bedrucken?

Ja! Auch beim Einsatz von Papier-Paketband muss nicht auf „Farbe“ verzichtet werden. Sowie das Papier-Packband (Standard und fadenverstärkt) als auch das Nassklebeband kann mit einem Logodruck versehen werden. Hier offenbart sich sogar ein weiterer Vorteil von zum Beispiel Nassklebeband: Da es sich, wie oben erwähnt, bei Belastung nicht ausdehnt, ist das Logo auch optimal lesbar, selbst wenn das Paketband großen Kräften ausgesetzt war. Hier kann es Ihnen bei den Folien-Varianten durchaus schon einmal passieren, dass Ihr Logo durch Dehnung unerwünscht „in die Breite“ geht.Die Geschichte des Klebebandes

Heute gibt es rund 900 verschiedene Arten Klebeband am Markt

Die Geschichte von Klebeband hingegen „dehnt“ sich weit in die Vergangenheit. Ein 1901 von Oscar Troplowitz für die Firma Beiersdorf AG entwickelter Klebeverband (bekannt unter dem Begriff „Leukoplast“) gilt als „Urvater“ des Klebebandes, wie wir es heute kennen und millionenfach verwenden. Rund 20 Jahre später, im Jahr 1923 begann Richard Gurley Drew, Ingenieur für 3M, mit einem an den Rändern mit Klebstoff beschichtetem Papier-Kreppband zu experimentieren. Im Jahr 1930 wurde das erste, transparente Klebeband eingesetzt.