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Händewaschen

Hygiene im Büro

Vermutlich hat es diesen Winter auch Sie erwischt: Die Grippewelle tobt seit Beginn diesen Jahres unbarmherzig in ganz Österreich. Selbst weniger hypochondrisch veranlagten Personen muss es so vorkommen, als seien Sie von Krankheitserregern geradezu umzingelt. Allein in Wien wurden zu „Spitzenzeiten“ rund 14.600 neue Influenzafälle pro Woche.

Ansteckung droht logischerweise dort, wo viele Menschen zusammenkommen und in kurzer Folge dieselben Gegenstände und Oberflächen berühren. Beim Einkaufen, in Bus und Bahn, fatalerweise auch in Arztpraxen und, ganz weit vorne: Das Büro!

Keimbelastung im Büro: Kein Kaffee mehr?

Fast schon lustig zu beobachten, welche Tricks sich die Kollegen und Kolleginnen an der Bürotür einfallen lassen, nur um sie beim Öffnen nicht anfassen zu müssen, während man doch weiß: Gerade eben haben sie am Zeiterfassungssystem per Touchscreen ihr Kommen bestätigt. Zwar ist die Lebensdauer von Viren auf unbelebten Oberflächen durchaus unterschiedlich, wer aber morgens das Kommen in kurzer Folge beobachtet, der ahnt: Das kann unmöglich gut gehen!

Das Putz-Portal Helpling hat die zehn größten Keimherde im Büro identifiziert. Noch vor Tastatur und dem gemeinsam genutzten Drucker und Kopierer stehen da auf Platz 1 und 2: Der Wasserhahn und die Kaffeemaschine. Also auf den Kaffee verzichten? Keine Option! Aber wer „den Feind“ kennt, kann Strategien entwickeln!

Gehört in jedes Büro: Papierhandtuch, Seifenspender und Desinfektion

Natürlich ist Selbstschutz immer am effektivsten. Häufiges und richtiges Händewaschen mit Flüssigseife oder Handwaschschaum (Achtung, durchhalten: erst nach 20-30 Sekunden lösen sich die Krankheitserreger von der Haut!) zählt zu den sichersten Wegen, eine Ansteckung zu vermeiden. Das anschließende Abtrocknen mit Papierhandtüchern aus dem Papierhandtuch-Spender gehört genauso dazu wie der Trick danach: Nehmen Sie eines der Papierhandtücher zum Öffnen der Türe – so müssen den Türgriff nicht berühren, falls die Kollegen vor Ihnen nicht ganz so gewissenhaft gewesen sein sollten.

Hygiene ist Arbeitsschutz

Für jeden Geschäftsführer, Supermarkt-Filialleiter oder Werkstattmeister mit Personalverantwortung ist klar: Nur gesunde Mitarbeiter können ihre Leistung bringen. Schon aus schierem Eigeninteresse ist das Thema Hygiene am Arbeitsplatz also (nicht nur zur Grippezeit) ernst zu nehmen. Stellen Sie eine regelmäßige und gründliche Oberflächenreinigung (Böden, Schreibtische, Arbeits- und Packtische, Türgriffe, Einkaufswägen, Werkzeuge…) sicher und stellen Sie die geeigneten Mittel zur Desinfektion von Tastatur, Telefonhörern und anderen empfindlichen Oberflächen wie Touchscreens bereit.

Es ist fast überstanden                                                                                        

Zwar liegt momentan die Zahl der Neuansteckungen weiter auf hohem Niveau – einen leichten Rückgang kann die Medizinische Universität Wien jedoch schon verzeichnen. Und bis zur endgültigen Entwarnung  bleiben Ihnen die folgenden Abwehr-Strategien:

Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen, Desinfektionstücher benutzen und morgens der erste an der Bürotür sein ;-)

Finger weg von der Kaffeemaschine? Nein!

Neben den hygienischen Maßnahmen kann durchaus auch die Psyche Einfluss auf das Immunsystem haben, wie in wissenschaftlichen Studien bewiesen wurde. Die Tasse Kaffee zur Stressbewältigung gehört für viele Arbeitnehmer also einfach zur Gesundheitsvorsorge – Keimbelastung hin oder her! J