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Frauen-und-Umwelt-2019

Neue Produkte, neue Projekte: Frauen und Umwelt 2019

Es gibt Dinge, die sich einfach bewähren. Wie zum Beispiel unser Programm „Frauen und Umwelt“, mit dem wir über den Verkauf ausgewählter Produkte seit Einrichtung des Programms xxx Euro an Spendengeldern gesammelt haben.

Unsere Kunden kennen die Mechanik: Seit 2015 weisen wir jeweils halbjährlich eine Anzahl an Produkten aus, über deren Verkauf die Spendengelder generiert werden: Pro verkaufter Verpackungseinheit geht jeweils 1€ an die Stiftung. Und von dort direkt weiter an eines der jeweils ausgewählten Projekte.

Wie erfolgt die Auswahl der Projekte?

Und die Projekte ändern sich, genauso wie die teilnehmenden Produkte, von Kampagnenzeitraum zu Kampagnenzeitraum. Dabei folgt die Auswahl der unterstützen Projekte immer dem gleichen Grundgedanken: Frauen und Umwelt.

Warum Frauen, warum Umwelt?

Dahinter steht, wie hinter der kompletten Stiftung, die Überzeugung unserer Konzernchefin, Daniele Kapel-Marcovici:

„Abgesehen von seiner wirtschaftlichen Rolle denke ich, dass das Unternehmen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielt, aber es sind vor allem meine persönlichen Überzeugungen und meine Karriere, die mich dazu veranlasst haben, sich konkret zu engagieren. Ich habe die Raja-Danièle Marcovici-Stiftung gegründet, um Werte zu fördern, die mir wichtig sind: Respekt, Chancengleichheit, Bildung für alle … zu Ehren aller Frauen. “

Mit den ausgewählten Projekten sieht die Stiftung gleich zwei zentrale Themen unserer Zeit im Fokus: Frauen erhalten Anleitung und Unterstützung, um sich aus Benachteiligung, Unterdrückung oder Arbeitslosigkeit zu befreien. Nebenbei wird, besonders in ländlichen Gegenden, der Grundgedanke zu mehr nachhaltigem und ökologischeren Wirtschaften gefördert – ein Thema, dem ganz besonders die Frauen offen gegenüberstehen. Ihr Erfolg stärkt also nicht nur die betroffenen Frauen und ihre Familien, sondern fördert auch das Umdenken in punkto nachhaltiger Landwirtschaft und Umwelterhaltung.

Und hier sind sie, die aktuellen Projekte, ganz konkret:


Du Pain & Des Roses

Fleurir l’avenir – die Zukunft aufblühen lassen

Pain&Roses Frauen und UmweltDer 2017 in Frankreich gegründete Verein organisiert Floristen-Workshops und richtet sich damit besonders an Asylsuchende und Flüchtlinge.

In freundlicher und ruhiger Umgebung können die Teilnehmerinnen das Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnen, eine Voraussetzung für soziale und berufliche Integration in der neuen Heimat. In den Schulungen werden den Teilnehmerinnen die Grundlagen des Floristenberufs vermittelt.

Das Ergebnis kann sich gleich in mehrerlei Hinsicht sehen lassen:

Die Blumenbouquets finden ihren Absatz bei Dekorations- und Blumenmotiv-Events und Blumenanimationen für Öffentlichkeit und Wirtschaft. In den Workshops verwendet das Team von „Du Pain et des Roses“ ausschließlich saisonale Blumen aus lokaler Produktion und führt parallel dazu eine Kampagne durch, um auf die Umweltauswirkungen und die negativen wirtschaftlichen Folgen der französischen Schnittblumenproduktion aufmerksam zu machen. Des Weiteren möchte man mit dem Projekt auch auf die Thematik der Asylbewerberinnen hinweisen und die Bedeutung des nachhaltigen Gartenbaus in den Vordergrund stellen, insbesondere über die Mitwirkung dieser Frauen an kreativen Blumen-Workshops für die Öffentlichkeit.

Pain & Roses EngagementDurch Ihren und unseren Beitrag helfen wir dem Projekt beim Erreichen dieser konkreten Ziele:

  • 72 bis 90 beschäftigungsferne Asylbewerberinnen erlernen die technischen Grundlagen des Floristenberufes
  • 4000 Personen werden auf die Problematik des Imports nicht lokaler und nicht saisonaler Blumen aufmerksam gemacht

W4 – Women‘s World Wide Web

In das Potential von Frauen und Mädchen investieren

Frauen und Umwelt W4Das in Bir Salah und Fatnassa (Tunesien) durchgeführte Projekt befasst sich mit zwei entscheidenden Aspekten im Zusammenhang mit der ländlichen Entwicklung Tunesiens: der wirtschaftlichen Benachteiligung der Frauen, die hauptsächlich im Agrarbereich tätig sind, und der fortschreitenden Wüstenbildung im Land. Seit 2016 schulen W4 und sein Projektpartner vor Ort – „Dream in Tunesia“ – 40 Frauen zu Themen aus dem Bereich der Agrarökologie. Sie sollen durch diese Maßnahme dazu befähigt werden, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie neue, umweltgerecht angebaute Nutzpflanzen ausbringen, ernten und verkaufen. Dieses Ziel wird durch den Aufbau kooperativer Strukturen unterstützt. Darüber hinaus entsteht derzeit ein Online-Schulungsprogramm mit dem Schwerpunkt nachhaltige Landwirtschaft und Unternehmertum von Frauen (Lehrvideos zu den Themen Saatgutmanagement, wassersparende Bewässerungssysteme, Produktvermarktung, Kooperationsbildung, Landnutzungsrechte usw.). Es ist auf Frauen in der Sahelzone ausgerichtet, die verantwortungsvolle landwirtschaftliche Praktiken umsetzen möchten. W4 führt im Übrigen in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium eine Kampagne zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft durch (#1MillionTrees4Tunisia), um die Öffentlichkeit für umweltpolitische Belange zu sensibilisieren.

Frauen und Umwelt

Durch Ihren und unseren Beitrag helfen wir dem Projekt beim Erreichen dieser konkreten Ziele:

  • 40 ausgebildete Landwirtinnen
  • 2 Kooperativen
  • 1 Million Bäume bis Ende 2019 gepflanzt

Projeter Sans Frontières

Internationale Solidarität im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung in Entwicklungsländern

Frauen und Umwelt 2019Auf Grund seiner bewaffneten Konflikte ist Kolumbien weltweit das Land mit der zweitgrößten Anzahl an Vertriebenen (7 Millionen Personen). Im Stadtviertel von Santa Rosa, im Süden von Bogota, müssen zahlreiche ländliche Bevölkerungsgruppen, die vor den Kämpfen geflohen sind, künftig zusammenleben.

Um die Frauen wieder einzugliedern, führt der Verein „Projeter Sans Frontières“ seit 2017 das Programm „Semons la Confiance Femmes“ („Säen wir Vertrauen Frauen“) durch, mit dem die städtische und stadtnahe Landwirtschaft gefördert werden soll. Die Frauen und Erzeugerinnen werden in biologischer Landwirtschaft ausgebildet, bei der Gründung eines Vereins unterstützt und im Hinblick auf seine Verwaltung geschult. 10 weitere Frauen werden zudem bei der Errichtung eines Waldgartens unterstützt, mit dem die Lebensmittelversorgung der Familie sichergestellt werden kann.

Frauen und Umwelt Semons la Confiance Femmes

Durch Ihren und unseren Beitrag helfen wir dem Projekt beim Erreichen dieser konkreten Ziele:

  • 42 schutzbedürftige Teilnehmerinnen am Projekt
  • 1 Verein der Erzeugerinnen des Netzwerks „Semons la confiance Femmes“ gegründet
  • 1 Waldgarten von 500m² errichtet

Le Partenariat

Für eine lokale, nachhaltige und integrative Entwicklung

Frauen und Umwelt RajapackBereits 2015 hat die Regierung Senegals den „Plan Sénégal Emergent“ ins Leben gerufen. Dieser zielt darauf ab, die Nutzung fossiler Energien wie Holz und Kohle im Senegal zu reduzieren und somit der Entwaldung und Ressourcenknappheit Senegals entgegenzuwirken. Konkret sollen bis 2025 zumindest 15% des Energiemixes des Landes aus erneuerbaren Energien stammen.

Als Antwort auf diesen Plan führt „Le Partenariat“ (gegründet 1981) seit 2017 in Zusammenarbeit mit der regionalen Entwicklungsagentur „Agence Régionale de Développement de Saint-Louis“ sowie der NGO „GERES“ ein Programm für den Zugang zu erneuerbaren Energien durch.

Konkret geht es um die Errichtung von Solar- und Biogasanlagen und die Schulung der Frauen im Umgang mit diesen Anlagen.

Dank dieser Anlagen kann den energetischen Herausforderungen begegnet werden, indem zum einen nachhaltige Energiequellen für die Berieselung der Parzellen zum Beispiel von Gemüseanbaubetrieben mit solarbetriebenen Pumpen bereitgestellt werden und zum anderen Biogasanlagen für die Maschinen zur Konservierung bzw. Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse betrieben werden. Die dabei entstehende Biogasgülle (Reststoff der Methanisierung) wird als Kompost verwendet. Die Frauen werden in Bezug auf die Nutzung der Anlage, in der Entwicklung von Tätigkeiten zur Konservierung und Weiterverarbeitung Ihrer Erzeugnisse (Marmeladen, Mehl, Milch) sowie in der Verwendung der Biogasgülle zur Steigerung ihrer landwirtschaftlichen Erträge geschult.

Frauen und Umwelt Le Partenariat

Durch Ihren und unseren Beitrag helfen wir dem Projekt beim Erreichen dieser konkreten Ziele:

  • Errichtung von 19 Biogasanlagen
  • Erzeugung von mehr als 500 Tonnen Kompost pro Jahr
  • Schulung von 556 Frauen im Bereich Solarenergie und Biogas

ADEAR – „Association de Développement de l’Emploi Agricole et Rural des Hautes-Alpes“

Frauen und Umwelt Rajapack ADEARDer Verein ADEAR (Verein zur Entwicklung der landwirtschaftlichen und ländlichen Beschäftigung im Departement Hautes-Alpes) des hat es sich zum Ziel gesetzt, die bäuerliche Landwirtschaft zu fördern sowie die Landwirtinnen und Landwirte des Departements Hautes-Alpes auszubilden und zu unterstützen.

Leider lässt die Welt der französischen Landwirtschaft den Frauen immer noch wenig Raum. Landwirtinnen, die ihren eigenen Betrieb aufbauen möchten, stoßen immer noch auf mehr Schwierigkeiten als ihre männlichen Kollegen, insbesondere, wenn es um den Erhalt eines Darlehens oder um die Beteiligung an Entscheidungen geht.

Angesichts dieser Feststellung hat der Verein ADEAR des Hautes-Alpes zusammen mit einer Forscherin der Agrarökologie der Universität von Coventry (England) ein Forschungs-Praxis-Projekt gestartet, um Aktionsmaßnahmen zu erarbeiten. Dafür wurde 2017 vom Landwirtschaftsministerium eine Landfrauengruppe unter der Bezeichnung „Wirtschaftliche und Umweltschutz-Interessengemeinschaft“ gegründet.

Dieses Projekt soll die Frauen in dreierlei Hinsicht unterstützen: Es soll eine bessere Vernetzung innerhalb der Landwirtinnen erzeugt werden, eine bessere Anerkennung ihrer Arbeit gefördert sowie dazu beigetragen werden, den agrarökologischen Anbau in der Region auszubauen.

ADEAR Projekt Rajapack 2019

Durch Ihren und unseren Beitrag helfen wir dem Projekt beim Erreichen dieser konkreten Ziele:

  • 20 Frauen werden im Rahmen individueller und auf ihre berufliche Situation abgestimmte Schulungen gefördert
  • 1 Informatik-Tool – entwickelt für den Austausch von Ressourcen, Diensten und Kompetenzen
  • 1 Video über die Rolle der Frau beim agrarökologischen Übergang, in dem das Leben von 10 Landwirtinnen vorgestellt wird.

So können Sie helfen – Die Produkte

Diese Produkte sind derzeit Teil des Spendenprogramms „Frauen und Umwelt“:

Frauen und Umwelt: So geht's