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Bonjour le Tour – Fahrräder für den Transport im Flugzeug verpacken

Unsere sommerliche Reise geht weiter und in dieser Woche sind wir sozusagen gleich in zwei Ländern unterwegs. Denn am 1. Juli startet zum 104. Mal die Tour de France. Bis 23. Juli geht es in 21 Etappen und 3540 km durch ganz Frankreich nach Paris. Aber in diesem Jahr startet die Tour nicht in Frankreich, der Grand Dèpart, der große Start ist 2017 in Düsseldorf. Frankreich ist also dieses Wochenende zu Gast im Nachbarland Deutschland und es wird ein großes deutsch-französisches Fest, wenn Düsseldorf sagt: Bonjour Le Tour!

Die Tour de France geht mittlerweile in ihr 104. Jahr, hat also große Tradition. Und hinter dem sportlichen Großereignis stecken beeindruckende Zahlen!

In diesem Jahr muss das Peloton 2 Mal Distanzen mit dem Flugzeug zurücklegen. Der sichere Transport der teuren Rennräder erfolgt dabei von Profis, die mit speziellem Equipment arbeiten, die Fahrer bekommen vom Verpackungs- und Versandprozess gar nichts mit. Ihr Fahrrad steht in der Regel in perfektem  Zustand am Start jeder Etappe zur Verfügung. Doch wie kann man als „normaler“ Hobbyradfahrer eigentlich sein Fahrrad für den Flugtransport verpacken?

Vorbereitung für den Versand

Fast alle Airlines bestehen darauf, dass das Fahrrad in einer entsprechenden Spezialtasche bzw. –koffer oder in einem Karton verpackt werden muss. Die Richtlinien sind von Airline zu Airline verschieden und müssen vorab bei der jeweiligen Airline abgefragt werden. Das Fahrrad muss immer als zusätzliches Gepäckstück angemeldet werden, hier gibt es meist Fristen die beachtet werden müssen. Bei der Anmeldung wird man meist nach dem Gewicht des Fahrrades gefragt.

Grundsätzlich gilt: Die Pedale sollten abgeschraubt oder nach innen geschraubt, der Lenker sollte quer zur Fahrtrichtung gestellt werden. Den Druck aus den Reifen ablassen oder die Luft vollständig aus den Reifen lassen (nicht vergessen eine Luftpumpe einzupacken damit die Luft dann auch wieder in die Reifen kommen kann). Alle Teile die nicht fest angeschraubt sind sollten entfernt werden (Fahrradcomputer, Schlösser, Trinkflaschen usw.).

Das Vorderrad sollte abmontiert werden, er kann mit Kabelbindern am Rahmen angebracht werden, dabei sind Abstandhalter entweder aus Kartonagen oder aus Styropor sehr hilfreich, damit am Rahmen nichts verkratzt. Als Faustregel gilt: das Fahrrad immer vollständig verpacken, damit andere Gepäckstücke nicht schmutzig werden.

Vorderrad mit Kabelbindern am Rahmen befestigen

Welches Verpackungsmaterial wird benötigt

  • O-Profile oder U-Profile aus Schaumstoff sind die ideale Verpackung für den Schutz des Rahmens vor Kratzern – für ein Fahrrad benötigt man etwa 4 Meter.

O-Profile für den Schutz des Rahmens

  • Die abmontierten Einzelteile und die empfindlichen Teile wie den Sattel und die Kette mit Luftpolsterfolie schützen

Empfindliche Teile in Luftpolsterfolie einpacken

  • Hand-Stretchfolie eignet sich hervorragend um lose Teile oder herausstehende Kabel an Lenker oder Rahmen zu sichern, dabei jedoch immer darauf achten, die empfindlichen Bereiche wie Kontaktstellen zusätzlich mit Luftpolsterfolie gepolstert werden. Und natürlich nicht vergessen das Werkzeug für die Demontage einzupacken (diese nicht im Handgepäck transportieren, sonst gibt es Probleme bei der Sicherheitskontrolle).
  • Das vorbereitete Fahrrad dann in einen flachen Karton geben und für Stabilität sorgen. Dies kann entweder mit alten Kartonagen geschehen, mit Abstandshaltern und/oder mit Luftpolsterfolie

Fahrrad in einen flachen Karton geben und die Zwischenräume gut auspolstern.

Hinweisetiketten auf den Karton kleben

Wir freuen uns schon auf den Start der großen Frankreichrundfahrt in Düsseldorf und schließen uns den Düsseldorfern an und sagen: Bonjour Le Tour! https://youtu.be/HLRC0RLVCvU