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Bedrucktes Klebeband: Die technische Seite von Rajaprint

Seit einigen Wochen ist unser Tool zur einfachen Gestaltung von individuellem Klebeband online auf www.rajaprint.at. Viele Kunden haben damit bereits selbstständig Ihr Packband entworfen und mit Firmenlogo, Anschrift, Homepage und weiterer Texten versehen. Hinter den Kulissen steckt dabei sehr viel Technik und Know-How vor allem aus dem Druckbereich. Da für ein perfektes Ergebnis bestimmte Vorgaben, z.B. zur Bildqualität und den Dateiformaten, eingehalten werden sollten, informieren wir Sie in diesem Artikel über die technischen Aspekte des Bedruckens von Klebebändern.

Falls Ihnen das zu viel auf einmal ist, brauchen Sie sich aber keine Sorgen machen. Unsere Kundenberater können Ihnen mit Ihren Wünschen immer weiter helfen. Auch für die Gestaltung haben wir Profis, die dafür sorgen, dass Ihr Klebeband so aussieht, wie Sie es sich vorstellen!

Flexodruck – Das Druckverfahren

Buchungsstempel. Foto: Reinhard Kirchner Lizenz: CreativeCommons by-sa-3.0

Buchungsstempel. Foto: Reinhard Kirchner
Lizenz: CreativeCommons by-sa-3.0

Beim Flexodruck handelt es sich um ein Hochdruckverfahren. Das bedeutet, dass die zu druckenden Bereiche auf der Druckform (dem Klischee) erhaben sind, also höher liegen. Aus dem Alltag kennt man dieses Prinzip z.B. vom Kartoffeldruck oder von Stempeln. Da es ein direktes Druckverfahren ist, wird die Druckform, ebenfalls wie bei einem Stempel, direkt auf den Druckstoff gedrückt. Dementsprechend müssen die Motive bei der Herstellung des Klischees spiegelverkehrt angelegt werden (siehe Bild).

Als Kunde müssen Sie jedoch natürlich nichts spiegelverkehrt anlegen. Dies geschieht bei der Klischeeherstellung. Der Name Flexodruck bezieht sich nämlich ebenfalls auf die Druckform (das Klischee). Im Gegensatz zu Gutenbergs schwerfälligen Bleisatz werden die Druckformen aus flexiblem Kunststoff hergestellt und dann auf einen Druckzylinder aufgebracht.

Für jede Farbe Ihres Motivs wird ein separates Klischee von der Druckerei hergestellt, je mehr Farben Sie also drucken wollen desto mehr „Stempel“ werden benötigt. Diese einmaligen Herstellungskosten für die Klischees müssen also noch zum Kaufpreis addiert werden, entfallen in der Regel aber bereits ab einer gewissen Abnahmemenge.

Die Farbe wird im Druckprozess auf die erhabenen (druckenden) Flächen des Klischees übertragen und im nächsten Schritt auf den Druckstoff (Ihr Klebeband) aufgetragen. Vereinfacht dargestellt funktioniert das dann in etwa so:


Der „Bedruckstoff“ ist in diesem Fall Ihr personalisiertes Klebeband.

Positivdruck und Negativdruck

Zwei wichtige Fachbegriffe zum Thema Klebeband bedrucken sind der Positiv- und Negativdruck. Diese beziehen sich auf die Gestaltung des Layouts und die damit verbundene Umsetzung in einem Stempel. Nehmen wir an, Ihr Motiv wäre ein einfacher Kreis. Beim Positivdruck bleibt dieser Kreis auf dem Stempel erhöht und der Rest der Fläche wird entfernt. Die Kreisform berührt später beim Druck dann den Bedruckstoff und trägt die Farbe auf. Der Buchungsstempel von weiter oben ist ein klassisches Beispiel für Positivdruck.

Beim Negativdruck hingegen wird der Kreis aus dem Stempel „ausgeschnitten“ bzw. entfernt. Die restliche Fläche bleibt erhöht und berührt beim Druck das Klebeband. Somit wird der Hintergrund um den Kreis farbig bedruckt und der Kreis selbst ausgespart. Je nach dem welche Farbe das Klebeband hat, scheint diese dann in Kreisform durch.

Im folgenden Beispiel sehen Sie noch einmal den Unterschied:

rajapack_druckmotiv_beispiel

Beim Positivdruck bildet die ursprüngliche Bandfarbe den Hintergrund und das Druckmotiv den Vordergrund.
Beim Negativdruck scheint die weiße Farbe des Bandes durch. Die blaue Hintergrundfarbe wurde aufgedruckt und der Schriftzug dabei ausgespart.

rajapack_druckmotiv_beispiel

Als kleine Eselsbrücke zum „Negativdruck“: Wenn Ihr Band nicht die typische Klebebandfarbe (braun, transparent, weiß) haben soll, dann müssen Sie Ihre Wunschfarbe als Hintergrund aufdrucken

Im nächsten Beitrag erfahren Sie alles über Druckfarben.