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Die umweltfreundliche Alternative: Graspapier

Der weltweite Bedarf am Rohstoff Papier steigt kontinuierlich und gleichzeitig nimmt das Bewusstsein für eine nachhaltigere Papierproduktion zu.

Warum Papier wiederverwenden?

Papier besteht zu einem großen Teil aus Zellstoff. In Deutschland ist der Papierkonsum immens.
Nach den USA, China und Japan sind wir der viertgrößte Papierproduzent der Welt. Mit rund 250 Kilogramm pro Kopf verbrauchen wir so viel Papier im Jahr wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen. Knapp jeder 5. Baum, der jährlich weltweit gefällten Bäume, liefert den Zellstoff für die Papierproduktion. Die deutsche Papierindustrie importiert 58 Prozent des eingesetzten Zellstoffs, davon 31 Prozent aus dem Amazonas-Regenwald. Die tropischen Regenwälder werden durch Abholzung zerstört. Ein Grund für die massive Zerstörung der Waldflächen ist der Papierverarbeitung geschuldet.

Obwohl Papier letztlich aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, gewonnen wird, muss der Papierkonsum kritisch hinterfragt werden. Insbesondere die begrenzte Produktivität der Wälder und deren Rodung. Der Rohstoff Papier kann bis zu sechsmal wiederverwendet werden.
Bei der Aufbereitung von Altpapier werden weniger Wasser, weniger Energie und weniger Chemie benötigt als bei der Herstellung von neuem Papier.

Altpapier wird gesammelt, recycelt und danach zu neuem Papier verarbeitet.  Die Altpapierquote liegt bei rund 75 Prozent und unter Betrachtung der Umweltindikatoren (Holz-, Energie- und Wasserverbrauch) ist die Ökobilanz von Recyclingpapier dem Papier aus frischer Zellulose überlegen.

Alternative Graspapier?

Bäume brauchen Jahre zum Nachwachsen, während Gras ein innovativer, nachhaltiger und schnell nachwachsender Rohstoff ist. Das überall wachsende Naturprodukt kann bei der Herstellung von Papier und Kartons einen Teil des bislang eingesetzten Zellstoffs ersetzen. Das Graspapier lässt sich laut Hersteller problemlos recyceln und auch kompostieren.

Es wurden Studien über die Ökobilanz und die positiven Eigenschaften des Graspapiers durchgeführt und dokumentiert.

  • Bis zu 75% weniger CO2-Emissionen 
  • deutlich weniger Wasser- und Energieverbrauch
  • viel geringerer Einsatz von Prozesschemikalien 
  • schnell nachwachsender Rohstoff (Monate anstatt Jahre) 

Graspapier kann in Zukunft eine umweltschonende Alternative werden, dennoch fehlen Langzeit Studien, um zu belegen, dass es derzeit ein konkurrenzfähiges Substitut zum herkömmlichen Papier ist. Besonders die Reißfestigkeit und die ökologische Bilanz spielen eine gravierende Rolle.

Graspapier zukünftig auch bei RAJA?

Auch bei der RAJA Gruppe steht der ökologische Wandel, welcher die Gesellschaft bewegt, im Fokus. Verpackungen und Umwelt stellen bedeutende Herausforderungen dar, um nachhaltig den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Die Verwendung von umweltfreundlichen Verpackungen, die aus nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, trägt dazu bei unsere Umweltbelastung zu verringern. Um weitere nachwachsende Rohstoffe zur Entlastung der Wälder bieten zu können beschäftigt sich die RAJA Gruppe intensiv mit potenziellen und ausgereiften Alternativen.

Der Grundgedanke umweltbewusster zu verpacken hat einen hohen Stellenwert bei RAJA. Im Fokus der umweltbewussten Einkaufspolitik stehen die Reduzierung der CO2-Emissionen, durch einen möglichst europäischen Einkauf. Sowie umweltfreundliche Produkte, welche mit Umwelt- und RAJA-Kennzeichnungen zertifiziert sind. Diese sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, tragen zur Reduzierung von Rohstoff- oder Energieverbrauch bei oder sind recycelbar.

Zusammengefasst:

Trotz des hohen Papierverbrauchs auf der Welt gibt es Alternativen, um den Konsum zu senken und die Ressourcen zu schonen. Fakt ist, dass nicht nur die Papierindustrie einen Teil dazu beitragen kann, sondern jeder einzelne kann nachhaltig und bewusst handeln.